Vieles neu macht der Herbst

IMG_3438Was war das für ein Bilderbuchsommer: endlich mal wochenlang Strahlesonne! Irgendwie machte mir die Hitze manchmal zu schaffen — gefühlt zumindest. Im Nachhinein wird mir jedoch klar: mein Sommer war einfach knallevoll gepackt mit Fortbildungen und Prüfungssituationen.
Anfang Juni startete ich mit einem wunderbaren Seminar zum Voice Dialogue. Wer schon bei mir im Coaching war, hat vielleicht bereits sein Inneres Team kennengelernt. Durch den Voice Dialogue konnte ich nicht nur meine Coaching-Kenntnisse vertiefen, sondern auch einige meiner inneren Anteile besser kennen und somit auch handlen lernen. Spannend. Und empfehlenswert.

Im Juli führte mich das Thema „Es wird Zeit für neue Fotos“ endlich vor die Linse von Raimund Verspohl. Ich kenne den Portraitfotografen mit dem Blick für den Menschen im Kunden seit einigen Jahren aus der Münchner Social Media-Welt und empfand unsere Begegnungen immer als gut gewürzt mit einer Mischung aus Fachkenntnis, Neugier auf Menschen und deren Beruf, Wertschätzung und Humor. Und genau so war auch unser Shooting-Tag — einfach großartig!

Die Wochen von Mitte Juli bis Mitte August verbrachte ich nicht nur vor Hitze, sondern auch Konzeptgedanken brütend am Computer und schrieb meine Abschlussarbeit für die Qigong-Kursleiterausbildung, die ich im Herbst 2014 gestartet hatte. Mein Thema „Sicher sprechen. Kraftvoll überzeugen. Strahlkraft-Rhetorik und Qigong“ begeisterte und überzeugte zur größten Freude nicht nur mich, sondern auch die vier Prüfer der Arbeit. Somit biete ich es nun auch in meinem Trainingsportfolio an und freue mich auf zahlreiche Anmeldungen (Termine folgen).

Anfang August beschäftigte ich mich während einer nächsten Fortbildungswoche mit dem sekundären Arbeitsmarkt. Bei Best of Life Work Planning (LWP) drehte sich in Theorie und Praxis alles um Berufsorientierung und das Finden des wirklichen Wunschberufs. Insbesondere unser „Ausgangstag“ brachte auch für mich neue und wunderbare Erfahrungen und Erkenntnisse, die ich nun meinen Klienten zur Verfügung stellen möchte.

In der zweiten Septemberhälfte folgte dann die Abschlussprüfung der Qigong-Ausbildung und so paukte ich wochenlang alles über Meridianverläufe und Akupressurpunkte und setzte mich mit Übungen wie der „18fachen Übung des Tajji-Qigong“ oder den „Acht Brokaten im Sitzen“ sowie der Fünf-Elemente-Lehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und dem „Power Response Training“ intensiv auseinander.

Am Tag nach der Prüfung zeigte sich der Herbst. Das war doch irgendwie klar.
Und auch gut, denn so konnte ich Liegengebliebenes wie die Steuererklärung und ähnlich Pflichtübungen aufarbeiten und mich endlich auch um den erneuerten Look der Homepage und des Blogs kümmern. Und neue Coaching-Klienten begrüßen — ich freue mich sehr auf die Arbeit mit ihnen!

Neu ist auch mein Angebot der PR-Supervision. Im sogenannten Reflecting Team geht’s dabei um das Finden von neuen Lösungsansätzen zu Problemstellungen aus dem PR-Alltag. Neben einer monatlich offenen Gruppe biete ich die Supervision natürlich auch inhouse oder offsite für PR-Teams in Agenturen und Unternehmen an. Interessenten können sich gerne melden.

Die erste Oktoberwoche werde ich in der Nähe von Barcelona verbringen — als Reiseblogger zum Test des ersten spanischen Bio-Hotels. Vielleicht eignen sich ja die dortigen Seminarräumlichkeiten für das ein oder Angebot aus meinem Portfolio … das wäre doch schön, um das Sommergefühl ein bisschen zu verlängern. Außerdem möchte dort weitere Ideenansätze zu Ende brüten, um sie dann auch bald hier vorstellen zu können. Da wäre er wieder, der von mir so geschätzte Perspektivwechsel.

Auf bald also — in Spanien oder im nachwiesnentspannten München!

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Vom Müssen. Vom Können. Und vom Wohlgefühl.

Der Klassiker: Auch ich ertappe mich immer wieder dabei, auf die „Soll“-Seite meines Lebens zu schauen. Ich muss dies ganz dringend und das sollte ich sowieso schon lange, das da wäre jetzt aber auch mal überfällig und warum hab ich denn um Himmels Willen das noch nicht erledigt? Ich müsste also sehr viel, meint zumindest meine innere Antreiberin. Sie regt sich natürlich auch an den Jahresendtagen: die Steuerunterlagen wären jetzt doch noch fertig zu stellen, die Homepage-Überarbeitung wäre dringend vonnöten und der Flyer sei überfällig ebenso wie…

Ich lass diese Übertüchtige nun einfach mal in einer anderen Ecke weiter herumhektiken. Denn ich blicke lieber in Ruhe zurück auf das Gute des vergehenden Jahres. Meine Kriterien für Erfolg sind dabei nicht nur zahlenorientiert: Neben dem Wunsch, jeden Abend ruhigen Gewissens den berühmten Blick in den Spiegel wagen zu können, ist mir vor allem mein eigenes Wohlgefühl wichtig. Und das habe ich beim Rückblick auf 2014 für einiges.

Bei Twitter galt es vor einigen Wochen, unter dem Hashtag „jahrin3worten“ die Dinge auf den Punkt zu bringen. Meine drei Worte hießen „Lauter gute Entscheidungen.“ Und hier sind einige davon:

  • Es gab einige berufliche Herausforderungen, die erstmals und zudem überaus spontan mich zukamen – ich habe sie angenommen. Und noch besser: ich habe sie gemeistert. Ein tolles Gefühl!
  • Jedes Mal, wenn ich in meinem Raum in unserer Zweier-Bürogemeinschaft in Haidhausen coache oder trainiere, bin ich glücklich, die richtige Entscheidung für mein berufliches „Zuhause“ getroffen zu haben. Danke für den Zuschlag, lieber Markus!
  • Die Weiterbildungsangebote und Kongressbesuche habe ich punktgenau richtig ausgewählt. Und neben hochinteressanten und sinnvollen Inhalten konnte ich dort auch tolle Kolleg/-innen kennenlernen.
  • Ich habe das große Glück, mit zwei wunderbaren Menschen und zugleich hervorragenden Kollegen seit einigen Monaten an gemeinsamen Projekten zu feilen, die beide im neuen Jahr „on air“ gehen werden. Da geben sich Knowhow und Vertrauen mit fester innerer Überzeugung die Hand – und die Vorfreude auf den Launch ist groß. Ein großes Danke also an Nathalie Springer sowie an Florian Gründel.
  • Kurzreisen helfen mir, meine Blickwinkel zu erweitern. Wie schön, dass ich auch im neuen Jahr ab und an Gelegenheit haben werde, als Reisebloggerin unterwegs zu sein.
  • Ich kann viel und lange arbeiten – das weiß ich. Und doch lief der Akku gegen Jahresende deutlich in den dunkelgelben Bereich. So war der einwöchige Urlaub auf Lanzarote mit viel Ruhe und vor allem ohne Notebook goldrichtig und ermöglichte mir eine völlig entspannte Rückkehr unmittelbar vor Heiligabend. Das „Mehr“ lag diesmal wieder im „Weniger“.

Last but not least: Ich habe mich manchmal auch gegen etwas entschieden. Ganz bewusst. Meist auch wohlwissend, dass ich dafür auch Einbußen in Kauf nehmen muss. Auch diese Entscheidungen waren richtig und gut – sagt zumindest mein Wohlgefühl.
Und so möchte ich mich auch im nächsten Jahr daran halten: Ich muss nicht – vielmehr gilt: ich kann.

Ich wünsche Ihnen und Euch viel „Können“ und wenig „Müssen“ im Jahr 2015, verbunden mit Freude und Leichtigkeit in Ihrer und Eurer Strahlkraft! Und ich freue mich auf unsere Wieder- und Neubegegnungen. Alles Gute und auf bald!
Glücksklee

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Alles eine Frage der Perspektive.

Grau. Kühl. Verregnet. Wolkenverhangen.
So war der oberbayerische Sommer (bis auf ein paar wenige Ausnahmen).
Mir als Sommermenschen schlägt das schon auf’s Gemüt − ich benötige die Sonne auf der Nasenspitze nicht nur zur Bildung von Vitamin D. Und so haderte und haderte und haderte ich mit dem Bäh-Wetter. Und freute mich auf jeden angekündigten Sonnenstrahl. Der dann leider oft doch hinter der Wolkendecke verborgen blieb.
So auch am Donnerstag vergangener Woche. Ich hatte mir nach Wochen starken Arbeitsaufkommens und bislang noch ohne Urlaub besagten als sonnig vorhergesagten Tag fix als freien Tag reserviert. Für einen Ausflug in die vorherbstlichen Berge. Und dann: Grau. Kühl. Verregnet. Wolkenverhangen.
Was also tun – doch arbeiten? Den Steuerordner vorbereiten, Ablage machen? Nein – dazu war mir dann doch der freigehaltene Tag zu wichtig. Dann wenigstens einen Spaziergang am Starnberger See. Die Weite von Wasser tut mir immer gut.
Auch am See galt: Grau. Wolkenverhangen. Zum Glück unerwartet warm.
Und doch blieb der wunderbare Bergpanoramablick der Erinnerung überlassen.

GraSeeIn alter Instagram-Manier dokumentierte ich das Grauesgrau und geriet (diesmal unabsichtlich) auf die Filterfunktion. Und schwups: Schon zeigten sich schillernde Farben im Grau: Hellbraun, Grün, Blau, ein zarter Gelbton (Sonne!) und ein paar Gramm Weiß.

InsSeeSchlagartig wurde mir vor  Augen geführt, dass mein Grauesgrau letztlich eben doch nur eine Realität war, die ich schlechtsommervermuffelt eben als zutreffend wahrnahm. Aus einem anderen Blickwinkel – in diesem Falle Filter – betrachtet, zeigten sich all die Farben, die ja in ihrer Realität auch da sind. Ich konnte sie nur unter meiner Schlechtwetterbrille nicht wahrnehmen. Konstruktivismus am Lehrbeispiel erlebt. Wie sagte Marc Aurel so treffend: „Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab“.

Meine innere kritische Stimme hob natürlich kurz den Zeigefinger und warf ein: „So ein Quatsch – das war eine Verfremdung durch einen Fotofilter! Es war Grau und es bleibt Grau!“. Und doch waren und bleiben all die anderen Farben nun für mich wahrnehmbar. Ich schloss Frieden mit der Witterung und kehrte einige Stunden später kurzurlaubglücklich wieder heim.

 

 

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Die Schlange Kaa und Moby Dick.

Ein Blog will wachsen. Befüllt werden. Ein Blog lebt, ist nicht so statisch wie eine klassische Website. Genau das entspricht mir und meinem Naturell und deshalb hatte ich mich auch für ein Blog als „Zuhause“ meiner Strahlkraft-Informationen entschieden.
Und doch fühlte ich mich vor wenigen Tagen, als hätte ich mich in meine eigene Zwickmühle bugsiert. Ich muss und möchte doch meinen Lesern Infos anbieten, sagte die Stimme der Tüchtigen in mir. Und sie fuhr fort: „Du warst  20 Jahre lang erfolgreich in der PR-Branche – Du weißt doch, wie man heute kommuniziert. Also mach! Leg los.“

Eine zweite Stimme meldete sich parallel: „Ich bin aber kein Gorilla, der aus dem Urwald tritt, sich mitten auf die Bühne stellt und die Brust trommelt, um Aufmerksamkeit zu erregen! Ich bin das nicht – ich kann das nicht – ich will das nicht!.“ Und daneben gab’s noch die beruhigende Stimme in mir: „Hab Vertrauen – das wird schon alles werden. Gib Dir Zeit, nur die Ruhe, hab Vertrauen.“
Eine Wohltat!
Einerseits.
Und andererseits fühlte ich, wie ich gerade diesen inneren Anteil in mir zunehmend wahrnahm wie die Schlange Kaa im Dschungelbuch. „Hör auf mich und glaube mir – Augen zu  – vertraue mir – schlafe sanft, süß und fein…“ Einlullend. Einschläfernd. Lähmend. Und vor allem: nicht mehr selbstbestimmt.

Die Schreibblockade und die Zerrissenheit zwischen diesen inneren Anteilen beschäftigte mich einige Tage lang. Nicht dauerhaft, aber immer wieder. Und jedes Mal hinterließ sie mehrere Fragezeichen, die sich einfach nicht wandeln lassen wollten in ein fröhliches Ausrufezeichen hinter einem „Ja genau: so mach ich es – so passt es für mich!“ Dann hatte ich einen Termin bei meinem Coach. Ja, auch Coaches lassen sich coachen. Zum Selbstverständnis gehört ohnehin, eine Supervisionsgruppe zu besuchen und zu nutzen. Das war auch schon Teil der Ausbildung bei artop. Außerdem mussten wir vor dem Abschluss nachweisen, dass wir uns selbst einem Coaching unterzogen hatten. Was zunächst Pflicht schien, wurde mir zu  wertvollen Begleitung auf meinem Weg von der angestellten Pressesprecherin zum selbstständigen Coach. Denn schließlich steht jeder Mensch mal in seinem eigenen Wald recht dicht vor seinen eigenen Bäumen und sieht die Lichtung nicht mehr, die er eigentlich besuchen wollte.

Eigenbaum

Und so setzte ich mich unter der umsichtigen Begleitung meines Coachs mit meinen „Inneren Team“ auseinander. Und siehe da: neben den oben erwähnten Stimmen zeigte sich eine weitere, zunächst recht kleine. Sie wuchs, als ich ihr endlich Aufmerksamkeit schenkte, und war schließlich so groß, dass sie zu einer Art Moby Dick mutierte. Die Harpunenspitzen der anderen, ehemals so lauten Stimmen, die nun wie kleine Fischerboote den Wal umkreisten, konnte ihm nichts mehr anhaben – ihre Seile waren zu kurz und sie trauten sich nicht, näher an den in sich ruhenden Koloss heran zu kommen.

Was war passiert? Ich hatte endlich den Anteil in mir wahrgenommen, der einfach nur ein wenig Ruhe benötigte und jetzt hörbar eingefordert hatte. Kleine Ruhemomente in einem sehr bewegten und bewegendem Jahr mit dem Verlust eines geliebten Menschen, mit dem endgültigen Schritt in meine neues Aufgabenfeld und mit mehreren parallel laufenden Umzügen.

Nichts Beunruhigendes. Nur der Teil meines inneren Teams, der ein wenig Ruhe benötigt. Wie wohltuend, ihm endlich Raum zu geben. Und damit die nötige Ruhe in mir einkehren zu lassen. Ich danke meinem Coach, dass sie mich so gut auf dem Weg von meinem Problem zu meiner Lösung begleitet hat. Nur das ist nämlich Aufgabe unseres Berufs: Wegbegleiter zu sein. Impulse aufzunehmen und ihnen nachzugehen. So zu ermöglichen, dass wir unsere eigenen inneren Lösung auf die Spur kommen.
… und schon war mir klar, über welches Thema ich schreiben wollte.

Und welche inneren Team-Mitglieder murmeln, wispern, sprechen oder schreien gar in Ihnen? Nehmen Sie sich die Zeit, ihnen zuzuhören. Aus eigener Erfahrung: es lohnt sich!

 

 

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